Von Frankreich über Mannheim und Magdeburg in die ganze Welt
Wer in der Zukunft leben will, sollte seine Vergangenheit kennen.
| Titel | an Helga SCABELL geb. SIEMER | |
| Kurztitel | E-Mail 28.08.2011 | |
| Autor | Hermann ALBRECHT | |
| Aufbewahrungsort | PvA HSc | |
| DATE | 28 AUG 2011 | |
| hermannalbrecht@t-online.de | ||
| Quellen-Kennung | S155 | |
| Text | Liebe Helga, eben habe ich mir das „neue“ Damenportrait genauer angesehen. – Die Mode würde ich auf etwa 1830 datieren. Der Maler ist nicht erstklassig: - Der pompöse Vorhang vor einem Teil des Hintergrundes ist nicht sehr gekonnt; wo eigentlich sitzt die Dame? Auf einem erhöhten Balkon? Auf einer Fantasiewolke? - Die Frisur wirkt wie eine Perücke – was sie natürlich nicht sein kann! - Der Vordergrund mit der schräg abgeschnittenen Tischplatte ist wenig überzeugend. - Der rechte Arm verschwindet merkwürdig steif irgendwo im Imaginären. Dies könnte zusammen wichtig werden, um die Hintergrundslandschaft einzuordnen: Ist sie eine pure Fantasielandschaft oder nimmt sie Bezug auf die Heimat der Dame? Denn wir sehen keine Stadt, sondern ein Kirchdorf. Es liegt an einem Fluss, der gerade eine Biegung gemacht hat. In dieser Flussbiegung ist der innere Hang steil und der äußere anscheinend flach. Wenn das zutrifft, ist kein Verlass auf die Landschaftsdarstellung, denn der äußere Hang, der Prallhang, ist immer der steilere, weil dort das Wasser das Ufer ausspült. Ich nehme also an, dass uns das Bild selbst (außer durch die Mode) keinen Hinweis auf die Dargestellte gibt. | |
| Verknüpft mit Personen: 2 |
ALBRECHT Hermann Julius DEISSNER Rosalie Charlotte Johanne | |
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